Mein nicht mehr ganz so kleines Frankreich

Jetzt geht's in den Süden

 
07April
2018

Wieder zu Hause

So nach sechs Monaten (mit einer kleinen Weihnachtspause) bin ich nun wieder zu Hause und habe auch schon viele Menschen wiedergesehen, die mir sehr am Herzen liegen.

Die Zeit in Frankreich hat mich wirklich bereichert und ich bin froh, diese Erfahrung gemacht zu haben. Ich hoffe, dass ich mit den Menschen von dort bzw. mit denen, die ich dort kennen gelernt habe, weiterhin in Kontakt bleiben werde.

Das ist vorerst der letzte Eintrag auf diesem Blog und ich habe keine große Lust hier jetzt die positiven Aspekte eines Lebens in Deutschland mit denen eines Lebens in Frankreich gegenüberzustellen oder in anderer Form Bilanz zu ziehen. Schließlich bin ich jetzt wieder vor Ort, das heißt mit anderen Worten: Wen es interessiert, der soll mich doch einfach persönlich fragen. =)

01April
2018

Frohe Ostern euch allen

Das Osterwochenende ist gleichzeitig das letzte Wochenende, das ich fürs Erste in Frankreich verbringen werde.

Gestern waren Larissa, Eva und Joost (Evas Freund, der im Oktober auch mit uns Kanu gefahren ist) in Aigues Mortes. Das ist eine kleine Stadt an der Mittelmeerküste, die für ihre schöne Stadtmauer und vor allem für ihre Salinen bekannt ist. In den Salinen wird Salz aus dem Meer abgebaut. Bei diesem Prozess verfärbt sich das Wasser durch Mikroorganismen und Krebse, die diese fressen, rosa. Um diese Salinen zu besichtigen, haben wir eine Fahrt mit dem Petit Train (kleiner Zug) gemacht, der uns direkt durch die Salinen gekarrt hat. Auch wenn ich die Erklärungen nicht so gut verstehen konnte, war es eine sehr schöne und interessante Fahrt. Anschließend waren wir noch in Le Grau du Roi, einem anderen Küstenstädtchen, um einen Kaffee zu trinken.

Bilder:

Auf der stadtmauer mit Blick auf die Salinen ich, Larissa, Eva Rosa Salina Stadtmauer von den Salinen aus Eva, Joost und Larissa im Zug Salzberg Wir auf dem Salzberg Le Grau du Roi

Heute, am Ostersonntag, hätte ich die Möglichkeit gehabt, mit den anderen Assistenten noch einmal nach Sète zu fahren und dort am Strand zu picknicken. Allerdings hätte ich aufgrund meiner doofen Zugfahrzeiten wieder früh losgemusst und habe mich dann dagegen entschieden. Morgen steht nämlich noch einmal ein Ausflug an, auf den ich mich schon sehr lange freue und da will ich voll motiviert starten können. Das heißt mit anderen Worten, ich mach mir heute einen entspannten sonnigen Tag. Nachdem ich das erste Mal seit gefühlten Ewigkeiten ausgeschlafen habe, werde ich heute noch ins Schwimmbad gehen, Eis essen und mich in die Sonne packen, damit ich vielleicht schon ein bisschen Farbe mit nach Hause nehmen kann.

Also frohe Ostern euch allen.

30März
2018

Der letzte Schultag liegt hinter mir

Bevor ich jedoch von meinem letzten Schultag berichten will, möchte ich vorher noch von meinem letzten größeren Städtetripp am Mittwoch erzählen. Denn da ging es mit Eva und Larissa nach Lyon, in die drittgrößte Stadt Frankreichs, die an der Rhône gelegen ist. Eigentlich ist ein einziger Tag recht wenig, um alles in Lyon zu sehen. Dennoch hat dieser Tag schon einen sehr guten Eindruck von der Stadt vermitteln können und ich persönlich finde, dass wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gesehen haben (wenn man Wikipedia und dem Office de Tourisme Glauben schenken darf). Wir haben uns die Altstadt, also das Vieux Lyon, angesehen und sind mit einem Seilbahn-artigen Gefährt zu den römischen Theatern gefahren. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viele römische Überreste man in  Südfrankreich noch sehen kann (auch wenn das eigentlich nur logisch ist). Außerdem haben wir die Kathedrale gesehen und sind ein wenig durch das moderne Stadtzentrum gebummelt. Es war wieder einmal ein sehr schöner Ausflug.

Bilder Lyon:

Théâtres romains lecker Larissa, Ich, Eva vor der Kathedrale ich, Larissa, Eva

Mit diesem Freitag endet meine Arbeit an den Schulen. Mit anderen Worten, mein aktives Assistentinnen-Dasein ist vorbei. Anders als erwartet waren die ganzen Abschiede in den Schulen für mich doch relativ emotional bewegend. Vor allem von meinen Lehrerinnen kamen noch einmal super liebe Gesten, die mich sehr geehrt haben und dich ich mit Freude in Erinnerung behalten werde.
Gestern Abend, zum Beispiel, war ich bei meiner einen Mentorin zum Abendessen eingeladen. Es war ein richtig gemütlicher Abend mit ihrer Familie. Wir haben zusammen gekocht, während wir einen Apero mit typischen Spezialitäten gegessen- und natürlich Wein getrunken- haben.
Meine andere Lehrerin hat mich heute in der Schule verabschiedet. Eigentlich hatte ich immer das Gefühl, dass sie etwas distanzierter zu mir war oder professioneller (je nach dem wie man das definieren will). Aber der Abschied heute war überraschend herzlich. Sie hat sich sogar die Mühe gemacht, mir ein Backbuch mit traditionellen Kuchenrezepten aus der Region zu besorgen. Und auch abgesehen davon hatte ich wirklich das Gefühl, dass es ihr schon etwas nahe ging, Tschüss zu sagen. Das hat mich ein wenig überrascht, auch wenn wir uns sonst auch immer sehr gut verstanden haben.
Da ich mich von den Schülern in meiner Stammschule diese Woche nicht richtig verabschieden konnte, weil meine Lehrerin auf Fortbildung war und vergessen hatte, mir dies mitzuteilen, werde ich nächsten Dienstag noch einmal in die Schule fahren und das nachholen. Anschließend werde ich dann mit der Lehrerin noch Kaffee trinken gehen und mich auch von ihr verabschieden.
Obwohhl ich die didaktische Ausrichtung des Unterrichts hier in Frankreich nicht immer super fand, habe ich die drei Lehrerinnen als Menschen sehr ins Herz geschlossen und bin wirklich froh, dass ich mit ihnen arbeiten durfte.
Es ist ein ganz komisches Gefühl, dass diese Zeit jetzt schon wieder zu Ende sein soll.

Jetzt bleiben mir nur noch fünf Tage hier unten....

26März
2018

Die letzte Unterrichtswoche hat begonnen

Nachdem die letzten zwei Wochen wie im Fluge vergangen sind, ist nun auch schon die letzte Woche meiner Anstellung hier in Südfrankreich angebrochen. Das heißt, es kommen viele letzte Male auf mich zu, von denen ich dies ersten bereits in der letzten Woche hatte.

In den beiden vergangenen Wochen habe ich noch mal viele schöne Tage erlebt. Zum Einen war ich noch ein paar mal beim Fußballtraining und konnte mich dann am Freitag vernünftig verabschieden. Denn diese Woche werde ich es nicht mehr zum Mannschaftstraining schaffen.
Außerdem bin am letzten Wochenende noch in Montpellier gewesen, um mit den Mädels und deren Besuchern einen Apero zu nehmen. Anschließend waren Nadine, ihr Mitbewohner aus Italien und ich noch in einer Bar. Nadine hat mich dann auch über Nacht bei sich aufgenommen, sodass der Sonntag ganz ruhig und entspannt mit einem ausgiebigen Frühstückchen begonnen wurde.

Am Mittwoch darauf wollten wir eigentlich zu den Calanques in der Nähe von Marseille fahren. Aber leider war es so unglaublich windig, dass wir uns umentschieden haben und stattdessen brunchen gegangen sind (erneut in Montpellier). Vielleicht schaffen wir es ja noch, die Calanques bei besserem Wetter in der verbleibenden Woche nachzuholen.

Dieses Wochenende habe ich dann in Nîmes verbracht. Samstagsabend war ich mit Eva, Gigi (einer Assistentin aus Bolivien) und Sarah (aus den USA) in einer tollen Pizzeria. Anschließend habe ich bei Eva gepennt. Das schöne Wetter am Sonntag haben wir dann genutzt, um mit Gigi, Sarah und Esther (aus England) und Nemo (der Hund von den Eltern von Sarahs Freund - ja jetzt wird's kompliziert) in einem wunderschönen Park in Nîmes zu picknicken und um dort spazieren zu gehen.
Es war ein wirklich schönes Wochenende.

Bilder:

Sarah mit Nemo, Gigi, Esther, Ich, Eva Picknick Autofahren mit Hund Osterglöckchen

An den ganzen anderen Tagen, die ich in Alès verbracht habe, bin ich viel spazieren gegangen, habe die ein oder andere Sporteinheit für mich gemacht und einfach das meist schöne Wetter hier genossen. Außerdem habe ich schon die ersten Vorbereitungen für meinen Abschied hier getroffen, wie zum Beispiel Abschiedsgeschenke für meine Lehrerinnen zu besorgen. Denn, ob ich es will oder nicht, das Ende kommt in riesen Schritten näher.

11März
2018

Die Zeit fliegt

Jetzt nach den Ferien hat für uns deutschen Sprachassistenten irgendwie der Endspurt, der Countdown bis zum Ende des Programms begonnen. Wir haben nach den Ferien nämlich nur noch vier Wochen Anstellung an unseren Schulen, von denen die erste Woche nun auch schon wieder um ist. Das heißt in 3,5 Wochen ist der ganze Spuk schon wieder vorbei und ich komme nach Hause. Und auch wenn ich hier ein super Zeit verbringe und viele schöne Dinge erleben und neue Orte sehen darf, freue ich mich schon sehr auf zu Hause. Aber da mir noch drei Wochen bleiben, aus denen ich das meiste herausholen will, ist jetzt noch nicht der Zeitpunkt für ein Resume. Stattdessen soll es um die vergangene Woche gehen.

Wie schon im letzten Eintrag abgekündigt, endeten die Ferien damit, dass Annemarie mich besucht hat. Es tat so unglaublich gut, jemanden von zu Hause zu sehen und ihr wirklich zeigen zu können, wie ich hier lebe, anstatt immer nur davon zu erzählen oder zu schreiben. ich hatte mich zwar schon vorher sehr auf ihren Besuch gefreut, aber ich hatte nicht gedacht, wie schön es dann tatsächlich war. Zusammen haben wir uns am Samstag Nîmes angesehen. Wir hatten mit 18 Grad und Sonnenschein unglaubliches Glück mit dem Wetter, das uns dann am Sonntag aber leider schon wieder verlassen hat. Am Sonntag haben wir uns nämlich Montpellier angesehen. Auch wenn ich schon viele Male durch Montpellier gefahren bin oder dort auch mit den anderen Assistentinnen unterwegs war, habe ich mir die Stadt bisher nie als solche angesehen. Deshalb haben Anne und ich dann auch das ganze Touriprogramm gemacht. Glücklicherweise, hatten wir das meiste schon hinter uns, als es dann anfing zu regnen. Da haben wir uns dann schnell mit Nadine, die nachmittags zu uns gestoßen ist, in ein kleines Café verkrümmelt.
Es war wirklich ein sein schönes Wochenende, für das ich sehr dankbar bin !!

Bilder Annes Besuch:

Sonnenbrillenwetter in Nîmes Triumphbogen Montpellier Das kleine Persönchen vor der dicken Säule ist Anne Arenen von Nîmes Heimatbesuch <3

Am Mittwoch war ich dann wieder mit den üblichen drei Mädels unterwegs. Wir haben uns in die Cevennes (Bonnevaux) aufgemacht, um eine Wanderroute abzulaufen. Leider lief an dem Tag so einiges schief, sodass wir bedeutend viel später am Startpunkt der Wanderroute waren als geplant. Deshalb konnten wir leider nicht die ganze Runde gehen und haben uns auf einen kleinen Teil des Weges (1,75 h) beschränkt. Doch selbst in der kurzen Zeit wurde recht schnell klar, wie unglaublich schön die Cevennes sind.

Bilder Cevennes:

Cevennes Bonnevaux Cevennes Cevennes

Gestern war ich dann auf einem Sportevent in Nîmes. Leider war das Wetter nicht ganz der Bringer, sodass nur wenige Teilnehmer da waren und das Programm ebenfalls gekürzt wurde.

Heute habe ich dann noch so einiges zu tun: Ich habe noch einen ganzen Stapel für die Schule zu erledigen (Ja, hin und wieder arbeite ich hier auch mal :P). Dann will ich gerne noch zum Sport und nachmittags treffe ich mich noch mit Theresa. Also auf geht's.

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